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Kein Vorbild, kein Führungserfolg!

· 3 Minuten Lesezeit · ROTH INSTITUT

Die wichtigsten Verhaltensmuster für Führungskräfte

Was erfolgreiche Führung ist, lässt sich nur im Kontext der unterschiedlichen Unternehmensziele und der menschlich unterschiedlichen Führungskräfte und Mitarbeitenden beantworten. Dennoch lässt sich verallgemeinern, dass der Führungserfolg von der Erfüllung der Vorbildfunktion leitender Personen abhängig ist. Führungskräfte müssen ihre Vorbildfunktion wahrnehmen, um die Leistungsbereitschaft, Motivation und Kreativität ihrer Mitarbeitenden zu steigern. Doch was bedeutet es, ein Vorbild zu sein? Und wie können die Aufgaben eines Vorbilds im Arbeitsalltag umgesetzt werden? Was sind die positiven Auswirkungen eines guten Vorbilds?

Aufgaben und Auswirkungen eines Vorbilds

Erfolgreiches Führen schließt ein, Anderen ein Vorbild zu sein. Menschen und damit auch Mitarbeitende neigen dazu, sich mit Vorbildern zu identifizieren und deren Verhaltensmuster nachzuahmen. Als Vorbild werden Personen anerkannt, die ihren Mitarbeitenden eine Identifikationsfläche bieten. Eine Identifikation mit Führungskräften kann durch gemeinsame Aufgabenbereiche und Interessen, in diesem Fall z.B. gemeinsame Projekte am Arbeitsplatz, aufgebaut werden.

Positive Vorbilder sind nicht auf den kurzfristigen Gewinn oder persönliche Vorteile bedacht, sondern zeichnen sich durch Ehrlichkeit, Fleiß, Empathie, Transparenz und Verantwortungsbewusstsein aus. Diese Werte sollen authentisch und ehrlich von der Führungskraft vorgelebt werden, sodass Mitarbeitende Vertrauen zu ihren Vorgesetzten aufbauen können. Kernfragen der Mitarbeitenden lauten: „Warum soll ich ihm/ihr vertrauen? Was in seinem/ihrem Verhalten sagt mir, dass er/sie hinter dem steht, was er/sie von mir fordert?“ Diese Fragen werden bei Mitarbeitenden nicht auf der Ebene des rationalen Bewusstseins, sondern auf der emotionalen oder sogar der unbewussten Ebene beantwortet.

Um von Mitarbeitenden anerkannt zu werden, gilt es, allen Mitarbeitenden des Unternehmens Respekt zu erweisen. Gute Leistungen sollen anerkannt und gelobt werden, sodass Mitarbeitende sich in ihrer Arbeit wertgeschätzt fühlen. Faires Handeln, das Einhalten von Zusagen und Vereinbarungen, Verständnis, wenn Fehler passieren sowie das Wahrnehmen und Vertreten von Interessen ihrer Mitarbeitenden hat einen hohen Stellenwert bei Mitarbeitenden. Dabei sind Soft Skills wie gute Kommunikationsfähigkeit und Konfliktfähigkeit auf Seiten der Führungskraft unabdingbar.

Zu den wichtigsten Eigenschaften eines Vorbilds gehört es auch, Verantwortung zu übernehmen und voranzugehen. Werte, die ein Unternehmen auszeichnen, müssen von Führungskräften vorgelebt werden. Diese können sowohl höhergestellte Grundnormen wie beispielsweise Ehrlichkeit, Loyalität, Fleiß und Pünktlichkeit beinhalten, als auch unternehmensspezifische Werte, die ein Unternehmen von anderen Organisationen abgrenzen. Mitarbeitende orientieren sich unbewusst an ihren Vorgesetzten, was ein konsequentes Verhalten des Vorbilds fordert, denn das Verhalten des Vorgesetzten gibt Mitarbeitenden und Kollegen Orientierung in allen Arbeitsprozessen. Kurz und knapp: Der/die Vorgesetzte muss ein Vorbild in all dem sein, was er/sie von den Mitarbeitenden fordert.

Teile des Aufgabenbereiches eines Vorbilds sind die Kommunikation der Zukunftsvisionen eines Unternehmens und Inspiration der Mitarbeitenden. Die Vision des Unternehmens zu betonen hilft dabei, übergeordnete und langfristige Ziele anzustreben. Individuen sollen unterstützt und gefördert werden, sodass sie ein persönliches Wachstum erfahren. Durch individuelle Unterstützung und Anregungen können Führungskräfte auch die Motivation und Leistungsbereitschaft von Mitarbeitenden steigern. Darüber hinaus kann erfolgreich gestaltetes Führungsverhalten positive Auswirkungen auf die Kreativität und Innovationskraft von Mitarbeitenden haben.

Mangelnde Präsenz oder ein schlechtes Vorbild kann zu Desorientierung, Demotivation sowie zum Zerfall von Unternehmenswerten und der Unternehmenskultur führen. Gerade in Change Situationen und Krisenzeiten ist es für Mitarbeitende wichtig, ein Vorbild zu haben, an dem sie sich orientieren können und das ihnen den Rücken stärkt. Darüber hinaus ist effektives Führungsverhalten durch z.B. Einzelcoaching, Gruppencoachings, Workshops, Trainings oder professionelles Feedback zum Führungsverhalten erlernbar.

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